Virtuelles Kraftwerk von Statkraft

Statkraft ist der größte Energieversorger Norwegens. In diesem Video erklärt das Unternehmen, wie mit einem virtuellen Kraftwerk die Produktion von Strom aus Erneuerbaren Energien bedarfsgerecht gesteuert werden kann.

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Weitere Informationen zum virtuellen Kraftwerk von Statkraft gibt es auf der Website des Unternehmens.

Wie das Stromnetz heute und in Zukunft funktioniert

Die Animation der Agentur für Erneuerbare Energien zeigt, wie das Stromnetz heute funktioniert und welche Systemdienstleistungen notwendig sind, um auch zukünftig eine stabile Stromversorgung zu erbringen.


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Video: © Agentur für Erneuerbare Energien

Neubau Erneuerbarer Energien gerät ins Stocken

Verglichen mit 2009 und 2010 ist 2011 der Zubau von Erneuerbaren Energien im Landkreis Augsburg auf 31 MW zurückgegangen. Davon entfallen 29,3 MW auf Photovoltaik, 1,5 MW Biomasse und 0,1 MW Wasserkraft. Die Entwicklung bei den Erneuerbaren Energien im Landkreis Augsburg zeigt die folgende Grafik.

Die Dominanz der Photovoltaik zeigt sich auch bei den Netzebenen. In der Summe ist die höchste Leistung in den unteren Spannungsebenen angeschlossen. Sinnvoller Weise sollte deren Schwankungen auch in den unteren Spannungsebenen, etwa mit Speichern, ausgeglichen werden.

Weitere Auswertungen im Status Quo der Erneuerbaren Energien im Landkreis Augsburg.

Grafiken: Singold Bote

Nach dem Vortrag ist vor dem Nachtrag

Gestern hatten wir die Gelegenheit, das Konzept der virtuellen Kraftwerks Lechfeld beim Stadtverband Augsburg von Bündnis 90/Die Grünen vorzustellen. Initiiert und organisiert wurde die Infoveranstaltung von Susanne Thoma, bei der wir uns herzlich für die Einladung bedanken, ebenso wie allen, die gekommen waren.
Die Resonanz zeigt einmal mehr, dass das Thema Energiewende in der Bevölkerung schon lange angekommen ist und grundsätzlich positiv gesehen wird. Unwägbarkeiten gibt es noch auf dem Weg dahin, aber auch die sind technisch lösbar. Die Frage ist dabei vor allem, wie schnell und ggf. auch mutig sich die Entscheider in Politik und Wirtschaft zeigen, den Kurs konsequent in Richtung dezentraler Stromerzeugung und -verteilung zu setzen.

Ergänzend zur gestrigen Veranstaltung, hier noch ein paar Links zu Themen, die im Vortrag und der Diskussion angesprochen wurden.

Auf dieser Wiki-Seite haben wir das Konzept des virtuellen Kraftwerks ausgearbeitet. Dort finde sich auch viele Verweise auf Hintergrundinformationen zum Thema. Ebenfalls in dem Wiki zu finden, ist der Vorschlag, das virtuelle Kraftwerk Lechfeld als Leitprojekt in das regionale Klimaschutzkonzept der Wirtschaftsregion Augsburg A3 aufzunehmen.
Informationen zum A3 Klimaschutzkonzept sind auf der Webseite der Wirtschaftsregion A3 zu finden.

Aus dem WDR-Beitrag Blackout Deutschland stammt der Ausschnitt, mit dem der Einstieg ins Thema Stromnetze erfolgt. Das Video ist in voller Länge auch auf youtube verfügbar.

buzzn bietet eine Plattform, die Strom von Kleinkraftwerken (bis 100kW) in einem Pool bündelt. Damit haben auch die Produzenten von Strommengen, die sonst nicht handelbar sind, die Möglichkeit am Energiemarkt teilzunehmen. Stromverbraucher können ebenfalls Kunden von buzzn werden, die damit die dezentrale Stromproduktion aktiv unterstützen, weil das Geld ohne große Umwege bei den Produzenten landen. Damit wird das Modell der Direktvermarktung, wie es z.B. aus der (ökologischen) Landwirtschaft bekannt ist, auf den Strommarkt übertragen.

Zum Thema Smart-Meter sei an der Stelle auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel verweisen. Die beiden angesprochen Open-Source-Projekte zum Selbstbau von Stromzählern und der Auswertung des Stromverbauchs sind Flukso und volkszaehler.org.

Zu Smart Grids und Smart Meter gab es im September 2011 eine Talkrunde bei DRadio Wissen, dabei wurde auch der Datenschutz thematisiert. Der Beitrag kann als MP3 heruntergeladen werden.

mySmartGrid ist ein Projekt des Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik, bei der Stromverbrauch von Haushalten aufgezeichnet wird. Aus den Daten soll dann das Potenzial für den Verbrach ermittelt werden, der sich so verschieben lässt, dass er in Produktionsspitzen der erneuerbaren Energieträger fällt. Die dabei verwendete Hard- und Software basiert auf dem bereits oben erwähnten Flukso.

Über Sicherheitslücken bei intelligenten Stromzählern fand auf dem letzten Chaos Communication Congress der Vortrag Smart Hacking for Privacy statt, der als Video bei youtube verfügbar ist.
Neben dem was die Referenten vorgetragen haben, ist besonders interessant, wie der CEO von discovergy, der im Publikum anwesend war, auf die entdeckten Lücken reagiert. Die Offenheit, mit der er darauf reagiert, ist ein Beleg dafür, dass die Fehler wirklich ernst genommen werden. Zudem stellt er die Hintergründe dar, wie es zu den Lücken kommen konnte und schafft damit Einblicke in die Technik der Smart-Meter.

Um das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass der Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt, gibt es in der Region spannende Initiativen:

Zum Abschluss des Nachtrags und als Einstimmung auf die hoffentlich bald zahlreich in der Region vorhandenen Windräder, ein Blick auf deren schöne Seiten.

Fragen und Ergänzungen gerne per Mail (siehe Impressum) oder einfach gleich als Kommentar zu dem Blogbeitrag.

Grafik: Peter Lehmacher, lizensiert unter Creative Commons CC-by-sa

Privatleute treiben die Energiewende voran

Das Novy-Institut (KNi) hat im Auftrag des Bundesumweltministeriums eine Studie zur Eigentümerstruktur bei Kraftwerken, die regenerative Energien nutzen. Eines der Ergebnisse ist, dass 40% der 2010 neu zugebauten EE-Kraftwerken von Privatpersonen errichtet wurden.

Pressemitteilung der Agentur für Erneuerbare Energien:

Energie in Bürgerhand: Privatleute treiben die Energiewende voran

Berlin, 20. Oktober 2011. Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland sind Bürgerinnnen und Bürger die mit Abstand wichtigste Gruppe unter den Investoren. Mehr als 50 Prozent der in Deutschland installierten Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen befinden sich im Eigentum von Privatpersonen und Landwirten. Für die Energiewende ist das Engagement von Privatpersonen damit ein entscheidender Impuls.

In den Sparten Photovoltaik und Windenergie an Land sind Privatpersonen traditionell die wichtigste Gruppe unter den Investoren. Zu diesem Ergebnis kommen das Marktforschungsinstitut trend:research und das Klaus Novy-Institut (KNi) in einer aktuellen, vom Bundesumweltministerium geförderten Studie. Daraus geht hervor, dass im Bereich Windenergie onshore mehr als jedes dritte installierte Megawatt (36,2 Prozent) im Jahr 2010 von Privatleuten investiert wurde. Ihr Anteil an der insgesamt installierten Leistung lag sogar bei mehr als 51 Prozent. Bei der Photovoltaik schnitt diese Investorengruppe ähnlich stark ab: Hier brachten es die Privatpersonen 2010 auf einen Anteil von mehr als 40 Prozent am Zubau. Die Landwirte steuerten darüber hinaus 21,8 Prozent bei. Fonds und Banken folgten weit abgeschlagen mit einem Anteil von rund 9 Prozent. Eine insgesamt untergeordnete Rolle für den Ausbau der Erneuerbaren Energien spielten bislang die großen Energieversorger.

Dass Erneuerbare-Energien-Anlagen gerade bei Privatleuten so gut ankommen, liegt nicht nur an der staatlich garantierten Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Wie die Autoren der Studie betonen, ist die Eigentümerstruktur etwa im Bereich Photovoltaik auch wegen weiterer Vorteile dezentral geprägt. Die Studie nennt in diesem Zusammenhang die gute Verfügbarkeit und Handhabbarkeit dieser Technologie für Privatleute sowie für kleinere Gewerbe- und Industriebetriebe.

Den starken Auftritt der Privatpersonen bei der Onshore-Windkraft erklären die Wissenschaftler mit vergleichsweise überschaubaren Investitionssummen bei der Kooperation in Bürgerwindparks. Auch mit relativ geringem finanziellen Einsatz ist hier eine Beteiligung möglich. Das gilt ebenso für die Gesellschaftsform der Genossenschaft, die für den Bau von Erneuerbare-Energien-Anlagen an Attraktivität gewonnen hat. Allerdings ist der Anteil der Kooperativen laut der Studie bislang überschaubar und noch deutlich ausbaufähig.

Für den Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, Philipp Vohrer, zeigen die Ergebnisse der Studie die wachsende Bedeutung dezentraler Versorgungsstrukturen in Deutschland. „Mit der Energiewende bieten sich Chancen, Beteiligungsmodelle und in anderen Bereichen bewährte, genossenschaftliche Strukturen verstärkt auch in der Energiewirtschaft zu etablieren. Das gilt für Windkraftanlagen ebenso wie für Solarstrom und die Energiegewinnung aus Biogas“, unterstreicht Vohrer.

Für Vohrer spielen die Privatpersonen bei der Umsetzung der Energiewende in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle. „Bürgerinnen und Bürgern bietet die Energiewende zunehmende Möglichkeiten, die Energieversorgung in die eigene Hand zu nehmen und am Aufschwung der regenerativen Energieproduktion teilzuhaben. Dies fördert die Akzeptanz in der Bevölkerung“, so Vohrer.

Die vollständige Studie „Marktakteure – Erneuerbare-Energien-Anlagen“ finden Sie hier. http://www.kni.de/pages/posts/neue-studie-bdquomarktakteure-erneuerbare-energien-anlagen-in-der-stromerzeugungldquo-32.php

via telepolis

Erdgasnetz als Speicher für erneuerbaren Strom: dena koordiniert Strategieplattform “Power to Gas”

Für zukunftsfähige Energiesysteme sind Stromspeicher von entscheidender Bedeutung. Das Erdgasnetz als Speichermedium bietet dabei große Potentiale. Strom, der nicht anderweitig genutzt werden kann, wird genutzt um Wasserstoff zu produzieren der entweder direkt verwendet wird oder weiter in Methan umgewandelt wird. Dieses sog. EE-Gas kann einfach ins Gasnetz eingespeist und z.B. in GuD-Kraftwerken zur Produktion von Strom und Wärme genutzt werden.
In Zusammenarbeit mit Akteuren aus Wirtschaft und Forschung will die Deutsche Energieagentur (dena) untersuchen, wie erneuerbare Energien und das Erdgasnetz kombiniert werden können. Dazu hat die dena die Strategieplattform “Power to Gas” ins Leben gerufen.

Pressemitteilung der dena:

Erdgasnetz als Speicher für erneuerbaren Strom: dena koordiniert Strategieplattform “Power to Gas”

Berlin, 20. Oktober 2011. Stromspeicher werden im künftigen Energiesystem eine Schlüsselrolle spielen, um die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Eine vielversprechende Systemlösung, um große Mengen erneuerbaren Stroms langfristig zu speichern, ist die Nutzung des Erdgasnetzes. Die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit dieser Option wird zurzeit analysiert. Um den effizienten Einsatz dieser Speicherlösung weiterzuentwickeln, hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) die Strategieplattform Power to Gas gestartet.

Zusammen mit Fachakteuren aus Wirtschaft und Forschung untersucht die dena, welchen Beitrag das Erdgasnetz zur Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem leisten und wie die neue Speicherlösung zur Anwendung gebracht werden kann. Die dena organisiert dabei einen Austauschprozess zwischen den Branchen und Institutionen, die an entsprechenden Fragestellungen arbeiten. Das neue Online-Portal www.powertogas.info bereitet das Themenspektrum für die Politik und Fachöffentlichkeit auf und stellt die Ergebnisse der Strategieplattform vor.

„Mit unserer Strategieplattform zur Speicherung von Strom im Erdgasnetz möchten wir die Entwicklung dieser Speicheroption begleiten und voranbringen “, so Stephan Kohler, Vorsitzender der dena- Geschäftsführung. „Zusammen mit unseren Projektpartnern werden wir das Wissen zum Thema bündeln, wirtschaftliche Handlungsmöglichkeiten analysieren und Geschäftsmodelle entwickeln. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit wird es sein, Handlungsempfehlungen für die Politik und Fachakteure zu erarbeiten und fundiert über das Themenfeld zu informieren.”

Die Umgestaltung des deutschen Energiesystems zeigt sich bereits heute im starken Ausbau der erneuerbaren Energien. Dieser Trend wird sich noch verstärken und zu großen Schwankungen im Stromangebot führen. Um diese Schwankungen ausgleichen zu können, müssen auch die Speichertechnologien weiter erforscht und ausgebaut werden. Überschüssiger Strom kann, zum Beispiel in Zeiten mit viel Wind oder Sonne, im Erdgasnetz gespeichert werden. Dafür muss er zunächst zur Wasserstoffproduktion genutzt werden. Der Wasserstoff kann dann direkt oder weiterverarbeitet als synthetisches Methangas in das Erdgasnetz eingespeist und so langfristig gespeichert werden.

Der mögliche Anteil von Wasserstoff im Erdgasnetz ist zurzeit auf fünf Prozent begrenzt. Im Rahmen der Strategieplattform wird analysiert, inwieweit dieser Anteil gesteigert werden kann. Synthetisches Methangas hingegen unterliegt keinem Beimischungsgrenzwert und kann daher in erheblichen Mengen eingespeist werden. Das deutsche Erdgasnetz hat für sich genommen bereits eine große Speicherkapazität, die durch bestehende Erdgasspeicher noch ergänzt wird. Bei Bedarf kann das regenerativ erzeugte und gespeicherte Gas wieder verstromt oder direkt zur Wärmeversorgung oder als Kraftstoff genutzt werden. So kann der Energieträger Gas dazu beitragen, den angestrebten Ausbaus der erneuerbaren Energien zu ermöglichen, wird den Stromnetzausbau jedoch nicht ersetzen.

Detaillierte Informationen zur neuen Speicheroption, zur Strategieplattform und zu den Projektpartnern stehen unter www.powertogas.info zur Verfügung.

Projektpartner: BDEW – Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., BTU – Brandenburgische Technische Universität Cottbus, DVGW – Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., EnBW – Energie Baden-Württemberg AG, E.ON AG, EWE AG, Fraunhofer IWES – Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik, GAZPROM Germania GmbH, GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Ludwig-Bölkow- Systemtechnik GmbH, RWE Deutschland AG, Siemens AG, STEAG GmbH, Thüga AG, Verbundnetz Gas AG, Viessmann Werke GmbH & Co. KG, Volkswagen AG, ZSW – Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung Baden-Württemberg.

via energynet.de