Telekom bietet virtuelle Kraftwerke als Komplettpaket

Zusammen mit den Unternehmen Motoren-AT GmbH und GreenCom Networks baut die Deutsche Telekom AG virtuelle Kraftwerke, die aus Micro-BHKWs bestehen.

Pressemeldung Deutsche Telekom AG:

Deutsche Telekom liefert virtuelle Kraftwerke

Die Deutsche Telekom bietet Energieversorgern ein Komplettpaket für virtuelle Kraftwerke. Partner dafür sind der Hersteller von Blockheizkraftwerken (BHKW) Motoren AT und der Spezialist für Energie-Kommunikation GreenCom Networks. Das neue Angebot besteht aus Einbau und Wartung des BHKWs, der Fernsteuerung für den Energieversorger sowie einem Webportal für den Immobilienbesitzer.

“Mit dieser Lösung sind Energieversorger schnell in der Lage, kleine BHKWs zu vermarkten und dann als virtuelles Kraftwerk zu steuern. So gleichen Versorger künftig Schwankungen im Stromnetz auf Knopfdruck aus”, sagt Gabriele Riedmann de Trinidad, Leiterin Konzerngeschäftsfeld Energie bei der Deutschen Telekom. Die Telekom nutzt ihre Kommunikationsinfrastruktur und ihr Know-how für Massendaten, um gemeinsam mit Partnern das intelligente Stromnetz der Zukunft zu bauen und neue Wachstumschancen zu erschließen.

Virtuelle Kraftwerke
Ein Mikro-BHKW besteht aus einem Motor, der sowohl Warmwasser als auch Strom liefert. Verbrauchen Kunden ihren Strom vor Ort, entlasten sie damit die Stromnetze und vermeiden Leitungsverluste. Energieversorger greifen zusätzlich via DSL-Leitung oder über eine gesicherte Mobilfunkleitung auf die kleinen Kraftwerke zu. So werden diese zu einer stillen Reserve für Zeiten, in denen erneuerbare Energien zu wenig Strom liefern. Viele kleine dezentrale Anlagen bilden dann ein großes, virtuelles Kraftwerk.

“Das Einbinden von dezentralen Erzeugungsstrukturen erhöht nicht nur die Effizienz, sondern ist vor allem ein wichtiger Schritt, um in Zeiten von erneuerbaren Energien die Versorgungssicherheit zu erhöhen”, sagt Dr. Christian Feißt, Geschäftsführer von GreenCom Networks.

Förderung von Mikro-BHKWs
Dragan Popov, Geschäftsführer der Motoren AT, erwartet für die nächsten Jahre einen Boom bei den Mikro-BHKWs: “Die Bundesregierung will den Anteil der hoch effizienten Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung von derzeit rund 16 Prozent auf 25 Prozent bis 2020 steigern – auch mit Hilfe von kleinen BHKWs.” Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nimmt ab dem 1. April Förderanträge für Mini-BHKWs entgegen. Das BAFA bezuschusst etwa Anlagen mit 19 Kilowatt elektrischer Leistung mit einmalig 3.450 Euro.

Neubau Erneuerbarer Energien gerät ins Stocken

Verglichen mit 2009 und 2010 ist 2011 der Zubau von Erneuerbaren Energien im Landkreis Augsburg auf 31 MW zurückgegangen. Davon entfallen 29,3 MW auf Photovoltaik, 1,5 MW Biomasse und 0,1 MW Wasserkraft. Die Entwicklung bei den Erneuerbaren Energien im Landkreis Augsburg zeigt die folgende Grafik.

Die Dominanz der Photovoltaik zeigt sich auch bei den Netzebenen. In der Summe ist die höchste Leistung in den unteren Spannungsebenen angeschlossen. Sinnvoller Weise sollte deren Schwankungen auch in den unteren Spannungsebenen, etwa mit Speichern, ausgeglichen werden.

Weitere Auswertungen im Status Quo der Erneuerbaren Energien im Landkreis Augsburg.

Grafiken: Singold Bote

Pilotprojekt zur Stromspeicherung mit Akkus

In Schwenningen bei Ellwangen ist ein Pilotprojekt zur Stromspeicherung gestartet, an dem der Batteriehersteller Varta und der Energieversorger EnBW ODR beteiligt sind. Dabei werden die Produktionsspitzen von Photovoltaikanlagen in Lithium-Ionen-Akkumulatoren gespeichert. Bei schwächerer Sonneneinstrahlung wird der Strom wieder ins Netz eingespeist. Die Kapazität der Akkus reicht aus, um 25 Einfamilienhäuser über Nacht mit Strom zu versorgen. Die Anlage rettet damit nicht nur den Sonnenstrom in die Nacht, auch das Stromnetz wird entlastet, weil die Stromspitzen nicht mehr transportiert werden müssen.

Beitrag von Regio TV Schwaben:

Link zum Video

Staatsregierung vereinfacht die Genehmigung von Windrädern

Mit dem gestern beschlossenen Windkraft-Erlass sollen in Bayern Windräder zukünftig einfacher und schneller errichtet werden. Bisher dauert das Genehmigungsverfahren im Schnitt zehn Monate, dieser Zeitraum soll auf drei Monate reduziert werden.
Anlangen, die mindestens 1000m Abstand von Wohnbebauung haben, benötigen zukünftig kein Lärmgutachten mehr. Bisher aus Naturschutzgründen gesperrte Flächen, sollen neu bewertet werden, um den Anteil der Verbotszonen auf von bisher 37% auf 10% zu reduzieren.

Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung:

Ministerrat beschließt Hinweise für Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen / Umweltstaatssekretärin Huml: „Ausbau der Windenergie zentraler Baustein der Energiewende” / Wirtschaftsminister Zeil: „Intensive Nutzung der Windkraft beschleunigt Umstieg auf erneuerbare Energien erheblich.“

Bayern setzt mit einer eigenen Windstrategie ein deutliches Zeichen für den Ausbau der Windenergie im Freistaat. Umweltstaatssekretärin Melanie Huml und Wirtschaftsminister Martin Zeil bewerteten in der heutigen Kabinettssitzung die Windenergie als zentralen Baustein der Energiewende: „Mit den heute von der Staatsregierung beschlossenen Hinweisen zur Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen geben wir den Kommunen klare Hilfestellung für weitere Schritte beim Ausbau der Windenergie an die Hand. Unser Ziel ist es, den Anteil der Windenergie bis 2021 auf bis zu 10 Prozent zu steigern. Der heute beschlossene Windkraft-Erlass ist ein Meilenstein beim Umstieg Bayerns auf erneuerbare Energien und damit Teil der Zukunftsstrategie der Staatsregierung ‚Aufbruch Bayern‘ (www.aufbruch.bayern.de). Bayern ist aktiv unterwegs in ein neues Energiezeitalter, dabei wollen wir den Freistaat zum Vorzeigeland für sichere, saubere und bezahlbare Energie machen.“

Fünf beteiligte Ministerien haben nach der Anhörung von rund 40 verschiedenen Verbänden Richtlinien für Kommunen und Genehmigungsbehörden erarbeitet. “Die neuen Regelungen ermöglichen jetzt transparentere, schnellere und unbürokratischere Genehmigungsverfahren“, sagte Huml. „Die Anlagen sollen nun in drei statt wie bisher in zehn Monaten bewilligt werden.“ Um Anreiz für einen möglichst großen Abstand zur Wohnbebauung zu setzen, ist bei einem Abstand von 1000 Metern kein Lärmgutachten mehr nötig. Auch beim Naturschutz wird das Verfahren vereinfacht. Durch eine naturschutzfachliche Neubewertung wird mehr Fläche für Windkraftanlagen bereitgestellt: Auch Landschaftsschutzgebiete und Naturpark-Schutzzonen können jetzt nach Auffassung der Staatsregierung in geeigneten Bereichen genutzt werden. Bisher waren 37 Prozent der bayerischen Landesfläche aus naturschutzfachlicher Sicht tabu, jetzt sind es nur noch 10 Prozent.

Wirtschaftsminister Zeil zeigte sich über das Inkrafttreten des gemeinsam erarbeiteten Windkraft-Erlasses hoch erfreut: „Wir wollen die Stromerzeugung aus Windenergie von knapp einer auf fünf bis neun Milliarden Kilowattstunden pro Jahr innerhalb der kommenden zehn Jahre erhöhen und damit künftig sechs bis zehn Prozent des Stromverbrauchs decken. Hierfür müssen in Bayern 1.000 bis 1.500 zusätzliche Windenergieanlagen errichtet werden. Mit dem Windenergie-Erlass haben wir den Ausbau der Windenergie-Nutzung nun wesentlich erleichtert. Zudem rücken wir dem ehrgeizigen energiepolitischen Ziel ein deutliches Stück näher, den Anteil der erneuerbaren Energien am bayerischen Stromverbrauch innerhalb der nächsten zehn Jahre auf 50 Prozent zu steigern.“

Audi steigt mit SolarFuel in die Produktion von “e-gas” ein

Fahrzeuge mit Erdgasantrieb gehören heute schon ganz selbstverständlich zum Straßenbild. Im Gegensatz zu Autos mit Elektroantrieb unterscheiden sie sich nur wenig von den konventionellen Fahrzeugen. Es ist daher als realistische anzusehen, dass Erdgas bald eine noch entscheidendere Rolle bei den Antriebskonzepten übernimmt, da es hinsichtlich der Umweltauswirkungen Vorteile gegenüber Benzin und Diesel hat. Zwei Nachteile haben die Treibstoffe aber gemein: sie sind endlich und müssen importiert werden.
Mit der Methanisierung von Wasserstoff bietet sich hier eine Alternative. Denn das dabei gewonnen Gas kann nicht nur als Energiepuffer für die Stromproduktion genutzt werden, sondern auch von Erdgasfahrzeugen getankt werden. Der Anlagenbauer SolarFuel GmbH, der bereits an einer Pilotanlage zur Methanisierung bei Stuttgart beteiligt ist, hat jetzt einen Vertrag mit dem Autohersteller Audi unterzeichnet, der den Bau einer Produktionsanlage für “e-gas” vorsieht. Am Audi-Standort Werlte soll die Großanlage 1,4 Millionen Kubikmeter Methan in Erdgas-Normqualität pro Jahr produzieren. Nimmt den 2013 erscheinende Audi A3 TCNG als Grundlage, reicht diese Gasmenge für eine Flotte von 1.500 Fahrzeugen, mit jeweils 15.000 km Fahrleistung, aus.

Pressemitteilung der SolarFuel GmbH:

SolarFuel errichtet bis 2013 für Audi Pilotanlage zur Produktion von „e-gas“

Erneuerbares Methan aus Wind und Sonne in den Tank: Stuttgarter Anlagenbauer und Ingolstädter Autokonzern haben im Oktober 2011 Vertrag über Planung, Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme einer e-gas-Anlage unterzeichnet. Die Weiterentwicklung der neuen Technik nützt nicht nur der nachhaltigen Mobilität.

Autos können künftig mit Gas völlig klimaneutral über die Straßen rollen. Eine neue Technologie der SolarFuel GmbH wandelt zu diesem Zweck Ökostromüberschüsse in erneuerbares Methan um. Jetzt wird die Herstellung des nachhaltigen Kraftstoffs weltweit zum ersten Mal auch großtechnisch eingesetzt:
Am 28. Oktober 2011 hat die AUDI AG das Stuttgarter Unternehmen mit dem Bau einer schlüsselfertigen Pilotanlage im industriellen Maßstab beauftragt. Die Eingangsleistung beträgt rund sechs Megawatt. Das Auftragsvolumen liegt im zweistelligen Euro-Millionenbereich. Mit der Großanlage wird ein wichtiger Schritt zur Kommerzialisierung der neuen Technik gemacht. Bis Mai 2013 soll die Planung, Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme am Standort
Werlte abgeschlossen sein. Die Anlage soll 1,4 Millionen Kubikmeter „e-gas“ in Erdgas-Normqualität pro Jahr produzieren. Damit legen die Projektpartner einen wichtigen Grundstein zum Ausbau erneuerbarer Energie und zur klimafreundlichen Mobilität.

„Der erfolgreiche Vertragsabschluss mit Audi macht den Weg frei für weitere Fortschritte bei der Industrialisierung unserer Technik“, sagt Dr. Karl Maria Grünauer, Finanzchef und Kundenverantwortlicher für den Autokonzern bei SolarFuel.

Die Grundlagen des Verfahrens stammen vom Forschungsinstitut ZSW und dem Fraunhofer IWES. Mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) entwickeln die Institute und SolarFuel die noch junge Technik weiter: Seit dem Sommer 2011 ist eine Versuchanlage mit 250 Kilowatt Eingangsleistung am ZSW in Stuttgart im Bau.
Mitte 2012 soll die Fertigstellung sein. Die hier gesammelten Erkenntnisse fließen auch in die noch deutlich größere Audi-Anlage am Standort Werlte des Energieversorgers EWE AG ein.

Passend zur Inbetriebnahme der e-gas-Anlage in Werlte bringt Audi 2013 den A3 TCNG auf den Markt, der auch auf Langstrecken klimaneutral fahren kann. Als Kraftstoff tankt das Auto erneuerbares Methan, das bei Audi „e-gas“ heißt. In Werlte entstehen pro Tag durchschnittlich 3.900 Kubikmeter e-gas. Diese Menge reicht für eine Flotte von 1.500 A3 TCNG mit einer Jahresfahrleistung von je 15.000 Kilometern. Audi ist der weltweit erste Hersteller, der diese
Technologie zur klimafreundlichen Mobilität nutzt.

Seit der Vorstellung einer Demonstrationsanlage mit 25 Kilowatt Leistung im Jahr 2009 entwickeln die Forschungsinstitute und SolarFuel die Technologie mit großen Fortschritten weiter. Dem aus Ökostrom gewonnenen Methan steht das gesamte deutsche Erdgasnetz mit großen Speicherkapazitäten zur Verfügung. Das Gas kann aus diesem Grund nicht nur die Klimabilanz von
Erdgasautos verbessern. Effiziente Gaskraftwerke mit KWK-Technik und dezentrale Blockheizkraftwerke können das erneuerbare Methan rückverstromen und so gesicherte Leistung bereithalten, Industriebetriebe sind in der Lage, mit der Technik Prozesswärme zu erzeugen. Sie alle werden von den Fortschritten bei der 6-Megawatt-Anlage profitieren und dazu beitragen, das Problem der Speicherung überschüssigen Wind- oder Solarstroms zu lösen.

Wasserstoff-Hybridkraftwerk nimmt in Brandenburg den Betrieb auf

In Prenzlau ging heute ein Wasserstoff-Hybridkraftwerk in Betrieb. Der von drei Windräder erzeugte Strom versorgt 9.000 Haushalte und wird auch dazu genutzt um in einem Elektrolyseur Wasserstoff zu erzeugen. Der Wasserstoff wird vor Ort gespeichert und, gemischt mit Biogas in einem Blockheizkraftwerk verwendet, das auch bei Flaute den benötigten Strom liefern kann. Darüberhinaus kann der Wasserstoff natürlich auch als Treibstoff für entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge verwendet werden.
Weitere Informationen zu diesem Hybridkraftwerk, gibt es auf den Webseiten der Enertrag AG unter www.enertrag.com/projektentwicklung/hybridkraftwerk.html.

Pressemitteilung der Betreiber:

Berlin, Prenzlau, 25.10.2011. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck hat heute in Prenzlau in der Uckermark gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Unternehmen ENERTRAG AG, TOTAL Deutschland GmbH, Vattenfall und Deutsche Bahn das weltweit erste Wasserstoff-Hybridkraftwerk in Betrieb genommen.

Dieses wegweisende Projekt hat zum Ziel, die Machbarkeit einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung und Energiespeicherung mit einem Mix aus rein erneuerbaren Energiequellen im Praxistest nachzuweisen. Das Wasserstoff-Hybridkraftwerk vereinigt erstmals die Energiequellen Wind, Wasserstoff und Biogas zu einem Verbund. Der in drei Windturbinen erzeugte Strom wird anteilig zur Herstellung von CO2-freiem Wasserstoff eingesetzt. Dieser grüne Wasserstoff wird gespeichert und in Zeiten hoher Nachfrage bei gleichzeitig geringem Windenergieangebot in einem Wasserstoff-Biogas-Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeproduktion genutzt. Außerdem kommt der Wasserstoff auch an TOTAL Wasserstoff-Tankstellen in Berlin und Hamburg an die Zapfsäulen. So sorgt grüner Wasserstoff aus der Uckermark für CO2-freie Mobilität in der Hauptstadt.

Die gesamte Investitionssumme für das Hybridkraftwerk beläuft sich auf 21 Millionen Euro. Gefördert wird das Pionierprojekt durch das Land Brandenburg und das Bundesverkehrsministerium.

Bei der Festveranstaltung anlässlich der offiziellen Eröffnung sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck: “Der heutige Tag gibt richtig Aufwind! Das Hybridkraftwerk ist ein innovativer, umsetzbarer und wirtschaftlicher Beitrag zu mehr Klimafreundlichkeit. Mit dieser weltweit ersten Anlage gelingt es, die schwankende Windenergie in eine verlässliche Größe umzuwandeln, damit sie langfristig als planbare Energie für Strom, Wärme und Mobilität eingesetzt werden kann. Wir haben es mit einem Quantensprung in der modernen Speichertechnologie zu tun.”

Werner Diwald, ENERTRAG-Vorstand: “Die bedarfsgerechte Bereitstellung von Energie für die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität allein aus erneuerbaren Quellen ist ein zentraler Baustein für die Energiewende und eine nachhaltige wirtschaftliche und versorgungssichere Energieversorgung. Eine wesentliche Rolle wird dabei die Speicherung der regenerativen Energien einnehmen. Wasserstoff ist nach einhelliger Meinung das zentrale Medium, da Wasserstoff leicht, in großen Mengen und in der erforderlichen Geschwindigkeit die Energieströme transportieren und speichern kann. ENERTRAG setzt aus diesem Grund auf Wasserstoff und entwickelt gemeinsam mit industriellen Partnern Lösungen auf Basis heimischer Ressourcen, die die Energieversorgung Deutschlands in Übereinstimmung mit den politischen Zielen der Gesellschaft sicherstellen.”

Grafik: Michael Römer / Kurzinfo zum Hybridkraftwerk der Enertrag AG

Erdgasnetz als Speicher für erneuerbaren Strom: dena koordiniert Strategieplattform “Power to Gas”

Für zukunftsfähige Energiesysteme sind Stromspeicher von entscheidender Bedeutung. Das Erdgasnetz als Speichermedium bietet dabei große Potentiale. Strom, der nicht anderweitig genutzt werden kann, wird genutzt um Wasserstoff zu produzieren der entweder direkt verwendet wird oder weiter in Methan umgewandelt wird. Dieses sog. EE-Gas kann einfach ins Gasnetz eingespeist und z.B. in GuD-Kraftwerken zur Produktion von Strom und Wärme genutzt werden.
In Zusammenarbeit mit Akteuren aus Wirtschaft und Forschung will die Deutsche Energieagentur (dena) untersuchen, wie erneuerbare Energien und das Erdgasnetz kombiniert werden können. Dazu hat die dena die Strategieplattform “Power to Gas” ins Leben gerufen.

Pressemitteilung der dena:

Erdgasnetz als Speicher für erneuerbaren Strom: dena koordiniert Strategieplattform “Power to Gas”

Berlin, 20. Oktober 2011. Stromspeicher werden im künftigen Energiesystem eine Schlüsselrolle spielen, um die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Eine vielversprechende Systemlösung, um große Mengen erneuerbaren Stroms langfristig zu speichern, ist die Nutzung des Erdgasnetzes. Die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit dieser Option wird zurzeit analysiert. Um den effizienten Einsatz dieser Speicherlösung weiterzuentwickeln, hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) die Strategieplattform Power to Gas gestartet.

Zusammen mit Fachakteuren aus Wirtschaft und Forschung untersucht die dena, welchen Beitrag das Erdgasnetz zur Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem leisten und wie die neue Speicherlösung zur Anwendung gebracht werden kann. Die dena organisiert dabei einen Austauschprozess zwischen den Branchen und Institutionen, die an entsprechenden Fragestellungen arbeiten. Das neue Online-Portal www.powertogas.info bereitet das Themenspektrum für die Politik und Fachöffentlichkeit auf und stellt die Ergebnisse der Strategieplattform vor.

„Mit unserer Strategieplattform zur Speicherung von Strom im Erdgasnetz möchten wir die Entwicklung dieser Speicheroption begleiten und voranbringen “, so Stephan Kohler, Vorsitzender der dena- Geschäftsführung. „Zusammen mit unseren Projektpartnern werden wir das Wissen zum Thema bündeln, wirtschaftliche Handlungsmöglichkeiten analysieren und Geschäftsmodelle entwickeln. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit wird es sein, Handlungsempfehlungen für die Politik und Fachakteure zu erarbeiten und fundiert über das Themenfeld zu informieren.”

Die Umgestaltung des deutschen Energiesystems zeigt sich bereits heute im starken Ausbau der erneuerbaren Energien. Dieser Trend wird sich noch verstärken und zu großen Schwankungen im Stromangebot führen. Um diese Schwankungen ausgleichen zu können, müssen auch die Speichertechnologien weiter erforscht und ausgebaut werden. Überschüssiger Strom kann, zum Beispiel in Zeiten mit viel Wind oder Sonne, im Erdgasnetz gespeichert werden. Dafür muss er zunächst zur Wasserstoffproduktion genutzt werden. Der Wasserstoff kann dann direkt oder weiterverarbeitet als synthetisches Methangas in das Erdgasnetz eingespeist und so langfristig gespeichert werden.

Der mögliche Anteil von Wasserstoff im Erdgasnetz ist zurzeit auf fünf Prozent begrenzt. Im Rahmen der Strategieplattform wird analysiert, inwieweit dieser Anteil gesteigert werden kann. Synthetisches Methangas hingegen unterliegt keinem Beimischungsgrenzwert und kann daher in erheblichen Mengen eingespeist werden. Das deutsche Erdgasnetz hat für sich genommen bereits eine große Speicherkapazität, die durch bestehende Erdgasspeicher noch ergänzt wird. Bei Bedarf kann das regenerativ erzeugte und gespeicherte Gas wieder verstromt oder direkt zur Wärmeversorgung oder als Kraftstoff genutzt werden. So kann der Energieträger Gas dazu beitragen, den angestrebten Ausbaus der erneuerbaren Energien zu ermöglichen, wird den Stromnetzausbau jedoch nicht ersetzen.

Detaillierte Informationen zur neuen Speicheroption, zur Strategieplattform und zu den Projektpartnern stehen unter www.powertogas.info zur Verfügung.

Projektpartner: BDEW – Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., BTU – Brandenburgische Technische Universität Cottbus, DVGW – Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., EnBW – Energie Baden-Württemberg AG, E.ON AG, EWE AG, Fraunhofer IWES – Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik, GAZPROM Germania GmbH, GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Ludwig-Bölkow- Systemtechnik GmbH, RWE Deutschland AG, Siemens AG, STEAG GmbH, Thüga AG, Verbundnetz Gas AG, Viessmann Werke GmbH & Co. KG, Volkswagen AG, ZSW – Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung Baden-Württemberg.

via energynet.de

Bürgergespräch zur Energieversorgung in Schwabmünchen

Am 7. November 2011 veranstalten die Lechwerke (LEW) in der Stadthalle Schwabmünchen ein Bürgergespräch zur Energieversorgung der Zukunft. Nach drei Impulsvorträgen wird es eine Podiumsdiskussion geben, an der auch Landrat Martin Sailer und der erste Bürgermeister von Schwabmünchen Lorenz Müller teilnehmen werden.
Beginn ist um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei, weitere Information auf den Webseiten der LEW.

via Singold Bote

Siemens will keine Kernkraftwerke mehr bauen

Den gesellschaftlichen Konsens, dass eine zukunftsfähige Energieversorgung nur ohne Kernenergie möglich ist, hat Siemens-Konzernchef Peter Löscher in einem Interview mit dem Spiegel bestätigt. Der Konzern wird sich daher aus dem Bau ganzer Atomkraftwerke zurückziehen. Teile, die auch für andere Kraftwerkstypen ebenfalls verwendbar sind, werden aber nach wie vor produziert und in Kernkraftwerken verbaut.
In dem Artikel wird Löscher auch dahingehend zitiert, dass er die Energiewende als Jahrhundertprojekt einstuft und das Vorhaben den Ökostromanteil bis 2020 auf 35% zu erhöhen, für realistisch hält.