Virtuelles Kraftwerk von Statkraft

Statkraft ist der größte Energieversorger Norwegens. In diesem Video erklärt das Unternehmen, wie mit einem virtuellen Kraftwerk die Produktion von Strom aus Erneuerbaren Energien bedarfsgerecht gesteuert werden kann.

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Weitere Informationen zum virtuellen Kraftwerk von Statkraft gibt es auf der Website des Unternehmens.

Netzentwicklungsplan veröffentlicht

Die Übetragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben mit dem Netzentwicklungslan ihre Vorstellungen präsentiert, wie der Ausbau der Übertragungsnetze mit den Vorgaben der Energiewende in Einklang zu bringen. Als zentrale Elemente sind dabei vier Gleichstromtrassen vorgesehen, mit denen der Strom aus dem windreichen Norden in den Süden transportiert werden soll. Dazu sollen 2100 km neue Leitungen für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) errichtet werden. Außerdem soll das bestehende Drehstromnetz in den 380 kV und 220 kV Ebenen ausgebaut werden. 1700 km Leitungen sollen neu entstehen und 4400 km bestehender Trassen sollen erweitert werden. Daneben sind entsprechende Erweiterungen in Umspannstationen und Anlagen zur Netzstabilisierungen vorgesehen. Über 10 Jahre sollen ca. 20 Mrd. Euro investiert werden, das entspricht 5 – 10% der Kosten, die vermutlich im Rahmen der Energiewende anfallen werden.

Auf www.netzentwicklungsplan.de kann der Netzwicklungsplan heruntergeladen werden.
Kapitel 1 bis 8 als PDF
Kapitel 9 – Anhang als PDF
Bis zum 10 Juli 2012 haben Bürger und Organisationen die Möglichkeiten im Rahmen der öffentlichen Konsultation Einwände zu unterbreiten.

Erste Kritik an den Planungen kommt indes vom EUROSOLAR e.V.. Mit den Nord-Süd-Stromtrassen würde zu wenig der dezentralen Stromerzeugung Rechnung getragen. Stattdessen gehe es primär um die Wahrung privatwirtschaftlicher Interessen der Stromkonzerne und der Übertragungsnetzbetreiber.

Pressemitteilung von 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW

Übetragungsnetzbetreiber legen ersten deutschen Netzentwicklungsplan für das kommende Jahrzehnt vor

  • Startschuss für Konsultation des Netzentwicklungsplans 2012
  • Erheblicher Netzentwicklungs- und Optimierungsbedarf
  • Breite politische Unterstützung und geeigneter planungsrechtlicher und regulatorischer Rahmen notwendig, um Ziel der Energiewende und des Netzausbaus zu erreichen

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Dazu gehört auch der Entwurf zu einem gemeinsamen Netzentwicklungsplan, den sie heute in Berlin vorstellen. Sie geben damit den Startschuss für dessen öffentliche Konsultation. Der im Auftrag des Gesetzgebers berechnete und mit den Konsultationsergebnissen überarbeitete Netzentwicklungsplan ist die Basis für den Bundesbedarfsplan, mit dem der Gesetzgeber den vordringlichen Netzausbau für die kommenden Jahre festlegt.

Der Atomausstieg und die vermehrte Einspeisung erneuerbarer Energien stellen große Anforderungen an die Strominfrastruktur und erfordern eine Weiterentwicklung der Netze. Der Netzentwicklungsplan ist die Grundlage für eine solide Planung eines Übertragungsnetzes an Land, das in den nächsten zehn Jahren weiterhin Versorgungssicherheit bei stabilem Netzbetrieb gewährleistet, erneuerbare Energien integriert und die Entwicklung eines europäischen Strommarktes unterstützt. Der Netzausbau ist elementarer Bestandteil für das Gelingen der Energiewende. Sein Tempo bestimmt das Tempo der Energiewende.
Wenn er hinter der Ausbaugeschwindigkeit der erneuerbaren Erzeugungsanlagen zurück bleibt, sind die Ziele der Energiewende und die Versorgungssicherheit gefährdet. Ein Verzicht auf Optimierung, Verstärkung und Ausbau des Übertragungsnetzes würde darüber hinaus an anderer Stelle hohe Kosten verursachen, beispielsweise durch den Zerfall der einheitlichen Preiszone, zunehmende regionale Abschaltungen von regenerativen Erzeugern und Verbrauchern und zunehmende, kostenintensive Eingriffe auf der Erzeugungsseite zur Stabilisierung der Netze.

In dem Entwurf des Netzentwicklungsplans haben die Übertragungsnetzbetreiber für vier von der Bundesnetzagentur zur öffentlichen Konsultation gestellte und genehmigte Szenarien die notwendigen
Netzoptimierungs- und Netzausbaumaßnahmen berechnet. Dabei stellt der aus dem Leitszenario B 2022, das in seinen Annahmen auf der Leitstudie des Bundesumweltministeriums basiert, resultierende Netzausbau das Ergebnis des Netzentwicklungsplans dar. Für dieses Szenario wurde auch ein Ausblick auf 2032 ermittelt. Der Netzentwicklungsplan beschreibt den Übertragungsbedarf zwischen Anfangs- und Endpunkten. Konkrete Trassenkorridore werden erst in der Bundesfachplanung durch die Bundesnetzagentur, beziehungsweise in der Raumordnung durch die Genehmigungsbehörden der Bundesländer festgelegt.

Die Berechnungen der vier Übertragungsnetzbetreiber zeigen, dass bundesweit für die kommenden zehn Jahre ein erheblicher Netzentwicklungs- und Optimierungsbedarf besteht. Ein Schwerpunkt dabei sind leistungsstarke Verbindungen, die den hohen Übertragungsbedarf von Norden nach Süden abdecken. Hier schlagen die Übertragungsnetzbetreiber im Netzentwicklungsplan zusätzliche Gleichstrom-Verbindungen vor, da sie auf langen Strecken eine optimale Übertragung ermöglichen. Die Gleichstrom-Verbindungen ergänzen das 380 Kilovolt-Drehstromnetz, das bedarfsgerecht erweitert und optimiert werden muss, um die Herausforderung der Energiewende zu stemmen. Um hier den Bedarf an neuen Trassen möglichst gering zu halten, streben die Übertragungsnetzbetreiber soweit wie möglich Optimierungen in bestehenden
Trassen an. So ergeben sich etwa für das Leitszenario B 2022 Maßnahmen in bestehenden Trassen auf einer Länge von 4.400 Kilometern. Hinzukommen außerdem 1.700 Kilometer neue Drehstrom-Leitungstrassen sowie 2.100 Kilometer neue Trassen für Hochspannungs-Gleichstrom, also insgesamt 3.800 Kilometer
neue Trassen. Die Investitionen für den Ausbau des Übertragungsnetzes liegen bei etwa 20 Milliarden Euro über zehn Jahre verteilt. Die für den Ausbau des Übertragungsnetzes notwendigen Investitionssummen machen zwar nur einen Bruchteil der Kosten der Energiewende aus, sind aber wesentlich für deren erfolgreiche Umsetzung. Es handelt sich um langfristige Investitionen in Leitungen, die für mehrere Jahrzehnte zur Verfügung stehen und zur Versorgungssicherheit, zur Aufnahme und zum Weitertransport von Strom aus erneuerbaren Quellen sowie zur Entwicklung des Strommarktes beitragen werden. Für die erfolgreiche
Umsetzung dieses ambitionierten Investitionsprogramms werden regulatorische Rahmenbedingungen und rasche Genehmigungsverfahren ebenso entscheidend sein wie eine breite gesellschaftliche und politische nterstützung auf allen Ebenen.

Der vorliegende Entwurf des Netzentwicklungsplans wird von den Übertragungsnetzbetreibern vom 30. Mai bis 10. Juli 2012 zur öffentlichen Konsultation gestellt (www.netzentwicklungsplan.de) und durch zahlreiche Informations- und Dialogveranstaltungen für Stakeholder begleitet. Beiträge aus den Konsultationen fließen in den zweiten Entwurf zum Netzentwicklungsplan 2012 ein. Die Übertragungsnetzbetreiber hoffen auf eine engagierte Konsultation. Sie sind überzeugt, dass ein Ergebnis erreicht werden kann, das vom Konsens getragen wird, und dass der Prozess auch die gesellschaftliche Debatte über eine zukünftige Energiepolitik befördern wird. Der überarbeitete Entwurf des Netzentwicklungsplans wird in der zweiten Augusthälfte an die Bundesnetzagentur übergeben. Nach deren Bestätigung soll der Netzentwicklungsplan verbindliche und solide Basis für den Bundesbedarfsplan sein.

Gebietskulisse Windkraft für Öffentlichkeit freigeschaltet

Die im Februar 2012 vergestellte Gebietskulisse Windkraft, ist jetzt auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Rahmen einer Vorprüfung wurden Standorte ermittelt, die für die Nutzung von Windenergie geeignet sind. Dort erreicht die durchschnittliche Windgeschwindigkeit in 140m Höhe mindestens 4,5 m/s und es liegen keine naturschutz- und immissionsschutzrechtlichen Bedenken vor. Im Energie-Atlas Bayern können die Ergebnisse der Vorprüfung als Ebene eingeblendet werden.

Nachtrag: Eine Bewertung der potenziellen Standorte in Schwabmünchen, gibt es auf singold-bote.de.

Telekom bietet virtuelle Kraftwerke als Komplettpaket

Zusammen mit den Unternehmen Motoren-AT GmbH und GreenCom Networks baut die Deutsche Telekom AG virtuelle Kraftwerke, die aus Micro-BHKWs bestehen.

Pressemeldung Deutsche Telekom AG:

Deutsche Telekom liefert virtuelle Kraftwerke

Die Deutsche Telekom bietet Energieversorgern ein Komplettpaket für virtuelle Kraftwerke. Partner dafür sind der Hersteller von Blockheizkraftwerken (BHKW) Motoren AT und der Spezialist für Energie-Kommunikation GreenCom Networks. Das neue Angebot besteht aus Einbau und Wartung des BHKWs, der Fernsteuerung für den Energieversorger sowie einem Webportal für den Immobilienbesitzer.

“Mit dieser Lösung sind Energieversorger schnell in der Lage, kleine BHKWs zu vermarkten und dann als virtuelles Kraftwerk zu steuern. So gleichen Versorger künftig Schwankungen im Stromnetz auf Knopfdruck aus”, sagt Gabriele Riedmann de Trinidad, Leiterin Konzerngeschäftsfeld Energie bei der Deutschen Telekom. Die Telekom nutzt ihre Kommunikationsinfrastruktur und ihr Know-how für Massendaten, um gemeinsam mit Partnern das intelligente Stromnetz der Zukunft zu bauen und neue Wachstumschancen zu erschließen.

Virtuelle Kraftwerke
Ein Mikro-BHKW besteht aus einem Motor, der sowohl Warmwasser als auch Strom liefert. Verbrauchen Kunden ihren Strom vor Ort, entlasten sie damit die Stromnetze und vermeiden Leitungsverluste. Energieversorger greifen zusätzlich via DSL-Leitung oder über eine gesicherte Mobilfunkleitung auf die kleinen Kraftwerke zu. So werden diese zu einer stillen Reserve für Zeiten, in denen erneuerbare Energien zu wenig Strom liefern. Viele kleine dezentrale Anlagen bilden dann ein großes, virtuelles Kraftwerk.

“Das Einbinden von dezentralen Erzeugungsstrukturen erhöht nicht nur die Effizienz, sondern ist vor allem ein wichtiger Schritt, um in Zeiten von erneuerbaren Energien die Versorgungssicherheit zu erhöhen”, sagt Dr. Christian Feißt, Geschäftsführer von GreenCom Networks.

Förderung von Mikro-BHKWs
Dragan Popov, Geschäftsführer der Motoren AT, erwartet für die nächsten Jahre einen Boom bei den Mikro-BHKWs: “Die Bundesregierung will den Anteil der hoch effizienten Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung von derzeit rund 16 Prozent auf 25 Prozent bis 2020 steigern – auch mit Hilfe von kleinen BHKWs.” Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nimmt ab dem 1. April Förderanträge für Mini-BHKWs entgegen. Das BAFA bezuschusst etwa Anlagen mit 19 Kilowatt elektrischer Leistung mit einmalig 3.450 Euro.

Neubau Erneuerbarer Energien gerät ins Stocken

Verglichen mit 2009 und 2010 ist 2011 der Zubau von Erneuerbaren Energien im Landkreis Augsburg auf 31 MW zurückgegangen. Davon entfallen 29,3 MW auf Photovoltaik, 1,5 MW Biomasse und 0,1 MW Wasserkraft. Die Entwicklung bei den Erneuerbaren Energien im Landkreis Augsburg zeigt die folgende Grafik.

Die Dominanz der Photovoltaik zeigt sich auch bei den Netzebenen. In der Summe ist die höchste Leistung in den unteren Spannungsebenen angeschlossen. Sinnvoller Weise sollte deren Schwankungen auch in den unteren Spannungsebenen, etwa mit Speichern, ausgeglichen werden.

Weitere Auswertungen im Status Quo der Erneuerbaren Energien im Landkreis Augsburg.

Grafiken: Singold Bote

Pilotprojekt zur Stromspeicherung mit Akkus

In Schwenningen bei Ellwangen ist ein Pilotprojekt zur Stromspeicherung gestartet, an dem der Batteriehersteller Varta und der Energieversorger EnBW ODR beteiligt sind. Dabei werden die Produktionsspitzen von Photovoltaikanlagen in Lithium-Ionen-Akkumulatoren gespeichert. Bei schwächerer Sonneneinstrahlung wird der Strom wieder ins Netz eingespeist. Die Kapazität der Akkus reicht aus, um 25 Einfamilienhäuser über Nacht mit Strom zu versorgen. Die Anlage rettet damit nicht nur den Sonnenstrom in die Nacht, auch das Stromnetz wird entlastet, weil die Stromspitzen nicht mehr transportiert werden müssen.

Beitrag von Regio TV Schwaben:

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Staatsregierung vereinfacht die Genehmigung von Windrädern

Mit dem gestern beschlossenen Windkraft-Erlass sollen in Bayern Windräder zukünftig einfacher und schneller errichtet werden. Bisher dauert das Genehmigungsverfahren im Schnitt zehn Monate, dieser Zeitraum soll auf drei Monate reduziert werden.
Anlangen, die mindestens 1000m Abstand von Wohnbebauung haben, benötigen zukünftig kein Lärmgutachten mehr. Bisher aus Naturschutzgründen gesperrte Flächen, sollen neu bewertet werden, um den Anteil der Verbotszonen auf von bisher 37% auf 10% zu reduzieren.

Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung:

Ministerrat beschließt Hinweise für Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen / Umweltstaatssekretärin Huml: „Ausbau der Windenergie zentraler Baustein der Energiewende” / Wirtschaftsminister Zeil: „Intensive Nutzung der Windkraft beschleunigt Umstieg auf erneuerbare Energien erheblich.“

Bayern setzt mit einer eigenen Windstrategie ein deutliches Zeichen für den Ausbau der Windenergie im Freistaat. Umweltstaatssekretärin Melanie Huml und Wirtschaftsminister Martin Zeil bewerteten in der heutigen Kabinettssitzung die Windenergie als zentralen Baustein der Energiewende: „Mit den heute von der Staatsregierung beschlossenen Hinweisen zur Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen geben wir den Kommunen klare Hilfestellung für weitere Schritte beim Ausbau der Windenergie an die Hand. Unser Ziel ist es, den Anteil der Windenergie bis 2021 auf bis zu 10 Prozent zu steigern. Der heute beschlossene Windkraft-Erlass ist ein Meilenstein beim Umstieg Bayerns auf erneuerbare Energien und damit Teil der Zukunftsstrategie der Staatsregierung ‚Aufbruch Bayern‘ (www.aufbruch.bayern.de). Bayern ist aktiv unterwegs in ein neues Energiezeitalter, dabei wollen wir den Freistaat zum Vorzeigeland für sichere, saubere und bezahlbare Energie machen.“

Fünf beteiligte Ministerien haben nach der Anhörung von rund 40 verschiedenen Verbänden Richtlinien für Kommunen und Genehmigungsbehörden erarbeitet. “Die neuen Regelungen ermöglichen jetzt transparentere, schnellere und unbürokratischere Genehmigungsverfahren“, sagte Huml. „Die Anlagen sollen nun in drei statt wie bisher in zehn Monaten bewilligt werden.“ Um Anreiz für einen möglichst großen Abstand zur Wohnbebauung zu setzen, ist bei einem Abstand von 1000 Metern kein Lärmgutachten mehr nötig. Auch beim Naturschutz wird das Verfahren vereinfacht. Durch eine naturschutzfachliche Neubewertung wird mehr Fläche für Windkraftanlagen bereitgestellt: Auch Landschaftsschutzgebiete und Naturpark-Schutzzonen können jetzt nach Auffassung der Staatsregierung in geeigneten Bereichen genutzt werden. Bisher waren 37 Prozent der bayerischen Landesfläche aus naturschutzfachlicher Sicht tabu, jetzt sind es nur noch 10 Prozent.

Wirtschaftsminister Zeil zeigte sich über das Inkrafttreten des gemeinsam erarbeiteten Windkraft-Erlasses hoch erfreut: „Wir wollen die Stromerzeugung aus Windenergie von knapp einer auf fünf bis neun Milliarden Kilowattstunden pro Jahr innerhalb der kommenden zehn Jahre erhöhen und damit künftig sechs bis zehn Prozent des Stromverbrauchs decken. Hierfür müssen in Bayern 1.000 bis 1.500 zusätzliche Windenergieanlagen errichtet werden. Mit dem Windenergie-Erlass haben wir den Ausbau der Windenergie-Nutzung nun wesentlich erleichtert. Zudem rücken wir dem ehrgeizigen energiepolitischen Ziel ein deutliches Stück näher, den Anteil der erneuerbaren Energien am bayerischen Stromverbrauch innerhalb der nächsten zehn Jahre auf 50 Prozent zu steigern.“

Audi steigt mit SolarFuel in die Produktion von “e-gas” ein

Fahrzeuge mit Erdgasantrieb gehören heute schon ganz selbstverständlich zum Straßenbild. Im Gegensatz zu Autos mit Elektroantrieb unterscheiden sie sich nur wenig von den konventionellen Fahrzeugen. Es ist daher als realistische anzusehen, dass Erdgas bald eine noch entscheidendere Rolle bei den Antriebskonzepten übernimmt, da es hinsichtlich der Umweltauswirkungen Vorteile gegenüber Benzin und Diesel hat. Zwei Nachteile haben die Treibstoffe aber gemein: sie sind endlich und müssen importiert werden.
Mit der Methanisierung von Wasserstoff bietet sich hier eine Alternative. Denn das dabei gewonnen Gas kann nicht nur als Energiepuffer für die Stromproduktion genutzt werden, sondern auch von Erdgasfahrzeugen getankt werden. Der Anlagenbauer SolarFuel GmbH, der bereits an einer Pilotanlage zur Methanisierung bei Stuttgart beteiligt ist, hat jetzt einen Vertrag mit dem Autohersteller Audi unterzeichnet, der den Bau einer Produktionsanlage für “e-gas” vorsieht. Am Audi-Standort Werlte soll die Großanlage 1,4 Millionen Kubikmeter Methan in Erdgas-Normqualität pro Jahr produzieren. Nimmt den 2013 erscheinende Audi A3 TCNG als Grundlage, reicht diese Gasmenge für eine Flotte von 1.500 Fahrzeugen, mit jeweils 15.000 km Fahrleistung, aus.

Pressemitteilung der SolarFuel GmbH:

SolarFuel errichtet bis 2013 für Audi Pilotanlage zur Produktion von „e-gas“

Erneuerbares Methan aus Wind und Sonne in den Tank: Stuttgarter Anlagenbauer und Ingolstädter Autokonzern haben im Oktober 2011 Vertrag über Planung, Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme einer e-gas-Anlage unterzeichnet. Die Weiterentwicklung der neuen Technik nützt nicht nur der nachhaltigen Mobilität.

Autos können künftig mit Gas völlig klimaneutral über die Straßen rollen. Eine neue Technologie der SolarFuel GmbH wandelt zu diesem Zweck Ökostromüberschüsse in erneuerbares Methan um. Jetzt wird die Herstellung des nachhaltigen Kraftstoffs weltweit zum ersten Mal auch großtechnisch eingesetzt:
Am 28. Oktober 2011 hat die AUDI AG das Stuttgarter Unternehmen mit dem Bau einer schlüsselfertigen Pilotanlage im industriellen Maßstab beauftragt. Die Eingangsleistung beträgt rund sechs Megawatt. Das Auftragsvolumen liegt im zweistelligen Euro-Millionenbereich. Mit der Großanlage wird ein wichtiger Schritt zur Kommerzialisierung der neuen Technik gemacht. Bis Mai 2013 soll die Planung, Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme am Standort
Werlte abgeschlossen sein. Die Anlage soll 1,4 Millionen Kubikmeter „e-gas“ in Erdgas-Normqualität pro Jahr produzieren. Damit legen die Projektpartner einen wichtigen Grundstein zum Ausbau erneuerbarer Energie und zur klimafreundlichen Mobilität.

„Der erfolgreiche Vertragsabschluss mit Audi macht den Weg frei für weitere Fortschritte bei der Industrialisierung unserer Technik“, sagt Dr. Karl Maria Grünauer, Finanzchef und Kundenverantwortlicher für den Autokonzern bei SolarFuel.

Die Grundlagen des Verfahrens stammen vom Forschungsinstitut ZSW und dem Fraunhofer IWES. Mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) entwickeln die Institute und SolarFuel die noch junge Technik weiter: Seit dem Sommer 2011 ist eine Versuchanlage mit 250 Kilowatt Eingangsleistung am ZSW in Stuttgart im Bau.
Mitte 2012 soll die Fertigstellung sein. Die hier gesammelten Erkenntnisse fließen auch in die noch deutlich größere Audi-Anlage am Standort Werlte des Energieversorgers EWE AG ein.

Passend zur Inbetriebnahme der e-gas-Anlage in Werlte bringt Audi 2013 den A3 TCNG auf den Markt, der auch auf Langstrecken klimaneutral fahren kann. Als Kraftstoff tankt das Auto erneuerbares Methan, das bei Audi „e-gas“ heißt. In Werlte entstehen pro Tag durchschnittlich 3.900 Kubikmeter e-gas. Diese Menge reicht für eine Flotte von 1.500 A3 TCNG mit einer Jahresfahrleistung von je 15.000 Kilometern. Audi ist der weltweit erste Hersteller, der diese
Technologie zur klimafreundlichen Mobilität nutzt.

Seit der Vorstellung einer Demonstrationsanlage mit 25 Kilowatt Leistung im Jahr 2009 entwickeln die Forschungsinstitute und SolarFuel die Technologie mit großen Fortschritten weiter. Dem aus Ökostrom gewonnenen Methan steht das gesamte deutsche Erdgasnetz mit großen Speicherkapazitäten zur Verfügung. Das Gas kann aus diesem Grund nicht nur die Klimabilanz von
Erdgasautos verbessern. Effiziente Gaskraftwerke mit KWK-Technik und dezentrale Blockheizkraftwerke können das erneuerbare Methan rückverstromen und so gesicherte Leistung bereithalten, Industriebetriebe sind in der Lage, mit der Technik Prozesswärme zu erzeugen. Sie alle werden von den Fortschritten bei der 6-Megawatt-Anlage profitieren und dazu beitragen, das Problem der Speicherung überschüssigen Wind- oder Solarstroms zu lösen.

Wasserstoff-Hybridkraftwerk nimmt in Brandenburg den Betrieb auf

In Prenzlau ging heute ein Wasserstoff-Hybridkraftwerk in Betrieb. Der von drei Windräder erzeugte Strom versorgt 9.000 Haushalte und wird auch dazu genutzt um in einem Elektrolyseur Wasserstoff zu erzeugen. Der Wasserstoff wird vor Ort gespeichert und, gemischt mit Biogas in einem Blockheizkraftwerk verwendet, das auch bei Flaute den benötigten Strom liefern kann. Darüberhinaus kann der Wasserstoff natürlich auch als Treibstoff für entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge verwendet werden.
Weitere Informationen zu diesem Hybridkraftwerk, gibt es auf den Webseiten der Enertrag AG unter www.enertrag.com/projektentwicklung/hybridkraftwerk.html.

Pressemitteilung der Betreiber:

Berlin, Prenzlau, 25.10.2011. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck hat heute in Prenzlau in der Uckermark gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Unternehmen ENERTRAG AG, TOTAL Deutschland GmbH, Vattenfall und Deutsche Bahn das weltweit erste Wasserstoff-Hybridkraftwerk in Betrieb genommen.

Dieses wegweisende Projekt hat zum Ziel, die Machbarkeit einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung und Energiespeicherung mit einem Mix aus rein erneuerbaren Energiequellen im Praxistest nachzuweisen. Das Wasserstoff-Hybridkraftwerk vereinigt erstmals die Energiequellen Wind, Wasserstoff und Biogas zu einem Verbund. Der in drei Windturbinen erzeugte Strom wird anteilig zur Herstellung von CO2-freiem Wasserstoff eingesetzt. Dieser grüne Wasserstoff wird gespeichert und in Zeiten hoher Nachfrage bei gleichzeitig geringem Windenergieangebot in einem Wasserstoff-Biogas-Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeproduktion genutzt. Außerdem kommt der Wasserstoff auch an TOTAL Wasserstoff-Tankstellen in Berlin und Hamburg an die Zapfsäulen. So sorgt grüner Wasserstoff aus der Uckermark für CO2-freie Mobilität in der Hauptstadt.

Die gesamte Investitionssumme für das Hybridkraftwerk beläuft sich auf 21 Millionen Euro. Gefördert wird das Pionierprojekt durch das Land Brandenburg und das Bundesverkehrsministerium.

Bei der Festveranstaltung anlässlich der offiziellen Eröffnung sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck: “Der heutige Tag gibt richtig Aufwind! Das Hybridkraftwerk ist ein innovativer, umsetzbarer und wirtschaftlicher Beitrag zu mehr Klimafreundlichkeit. Mit dieser weltweit ersten Anlage gelingt es, die schwankende Windenergie in eine verlässliche Größe umzuwandeln, damit sie langfristig als planbare Energie für Strom, Wärme und Mobilität eingesetzt werden kann. Wir haben es mit einem Quantensprung in der modernen Speichertechnologie zu tun.”

Werner Diwald, ENERTRAG-Vorstand: “Die bedarfsgerechte Bereitstellung von Energie für die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität allein aus erneuerbaren Quellen ist ein zentraler Baustein für die Energiewende und eine nachhaltige wirtschaftliche und versorgungssichere Energieversorgung. Eine wesentliche Rolle wird dabei die Speicherung der regenerativen Energien einnehmen. Wasserstoff ist nach einhelliger Meinung das zentrale Medium, da Wasserstoff leicht, in großen Mengen und in der erforderlichen Geschwindigkeit die Energieströme transportieren und speichern kann. ENERTRAG setzt aus diesem Grund auf Wasserstoff und entwickelt gemeinsam mit industriellen Partnern Lösungen auf Basis heimischer Ressourcen, die die Energieversorgung Deutschlands in Übereinstimmung mit den politischen Zielen der Gesellschaft sicherstellen.”

Grafik: Michael Römer / Kurzinfo zum Hybridkraftwerk der Enertrag AG